Wirtschaftsobservatorium

Eine Frage der Zahlen

 Seit 2011 ist das Franciacorta-Konsortium das Erste im italienischen Weinsektor, das über zuverlässige Daten verfügt, die vom Wirtschaftsobservatorium von seinen Mitgliedsunternehmen erhoben werden. Ein System zur Erfassung und statistischen Analyse von Daten über die Vermarktung und den Vertrieb von Franciacorta in Italien und im Ausland.

Das System, das im Dezember 2021 81,9 % aller Mitgliedsunternehmen abdeckte, erhebt die Daten anonymisiert und liefert den Mitgliedern kontinuierlich statistische Informationen über Verkauf und Vermarktung, die für die Festlegung der Geschäftspolitik der Unternehmen, oder für den Vergleich von Unternehmens- und regionalen Trends wertvoll sind.

Die Verfügbarkeit der vom Wirtschaftsobservatorium erstellten Daten ist auch ein strategischer Vorteil für die bessere Verteilung der Investitionen des Konsortiums und für die Festlegung von gezielten Strategien zur Stärkung der Marke Franciacorta.

Die zahlen des Franciacorta

Verkaufsmengen — 2021

Franciacorta DOCG: Gesamtmenge der vermarkteten gleichwertigen Flaschen.
(Schätzung aller Unternehmen; Stichprobe der an der Wirtschaftsbeobachtung teilnehmenden Unternehmen: 81,9 %)

Verkaufsvolumen Italien / Ausland — 2021

Italia
Estero

Franciacorta DOCG: Gesamtmenge der in Italien und auf den ausländischen Märkten vermarkteten gleichwertigen Flaschen.
(Schätzung aller Unternehmen; Stichprobe der an der Wirtschaftsbeobachtung teilnehmenden Unternehmen: 81,9 %)

Exporte — 2021

Franciacorta DOCG: Aufteilung der Verkäufe auf die wichtigsten Auslandsmärkte
(Geschätzte Volumen auf Basis der Gesamtzahl der Unternehmen; Stichprobe der an der Wirtschaftsbeobachtung teilnehmenden Unternehmen: 81,9 %)

Verkaufsmengen nach Art — 2021

Franciacorta DOCG: Aufschlüsselung der weltweiten Verkäufe nach Sorte
(Geschätzte Volumen auf Basis der Gesamtzahl der Unternehmen; Stichprobe der an der Wirtschaftsbeobachtung teilnehmenden Unternehmen: 81,9 %)

Daten des Wirtschaftsobservatoriums – Jahr 2021

[Bezugszeitraum: Januar-Dezember 2021. Geschätzter Erfassungsgrad der Mitgliedsunternehmen insgesamt zum 30.12.2021: 81,9%]

Methodische Anmerkungen:

Die in diesem Dokument angegebenen Daten stellen eine Schätzung zur Gesamtzahl der dem Konsortium angehörenden Weinproduzenten dar: Diese Schätzung wird anhand der Daten, der an der Wirtschaftsbeobachtung teilnehmenden Unternehmen berechnet. Da diese Stichprobe als repräsentativ angesehen ist, wird der Erfassungsgrad der teilnehmenden Unternehmen für jedes Jahr berücksichtigt (z. B. 81,9 % für 2021) und alle relevanten Daten werden proportional auf 100 % hochgerechnet.

Aus diesem Grund unterscheiden sich die Zahlen in diesem Kommentar von denen in den Tabellen des Berichts, der die genauen (und nicht geschätzten) Daten aus den monatlichen Meldungen der Unternehmen enthält.

Einige der in diesem Dokument wiedergegebenen Daten können geringfügig von den im Laufe der Jahre gemeldeten Daten abweichen, da es im Laufe der Zeit zu kleineren Datenkorrekturen/-ergänzungen gekommen sein kann.

Überblick Jahr 2020

Ende 2020 zeigten die Daten der Wirtschaftsbeobachtung die Auswirkungen der Pandemie, die ab März den Verkauf der Marke in Italien und im Ausland erheblich beeinträchtigte.

Nach einer positiven Entwicklung in den ersten beiden Monaten des Jahres begann im März, mit dem ersten Lockdown, eine Phase des starken Umsatzrückgangs  mit negativen Spitzenwerten von -80 %, bevor es im Sommer zu einer Erholung und im letzten Quartal des Jahres wieder zu einem  Umsatzrückgang kam.

Dank des wichtigen Beitrags des großflächigen Einzelhandels im Dezember schloss das Jahr 2020 mit einem relativ gemäßigten Rückgang des Gesamtumsatzes ab.

Jahr 2021

Die ersten beiden Monate des Jahres 2021, die unter Einschränkungen mit erheblichen Auswirkungen auf den HoReCa-Kanal verliefen, konnten nur zu einem negativen Ergebnis führen, wenn man sie mit dem gleichen Zeitraum im Jahr 2020 vergleicht, als der Covid-Notstand noch nicht ausgebrochen war.

Ab März 2021 eröffnete sich jedoch ein viermonatiger Zeitraum, der im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum im Jahr 2020, in dem ein starker Rückgang aufgrund der Totalschließung zu verzeichnen war, sehr deutliche Wachstumsraten aufweist. 

Insbesondere die Monate April und Mai 2021 weisen Wachstumsraten auf, die mehr als 200 % höher sind als in den gleichen Zeiträumen des Jahres 2020.

Auch wenn die Wachstumsraten nicht so stark ausfallen, liegen die Umsätze im zweiten Halbjahr 2021 ebenfalls deutlich über denen des gleichen Zeitraums im Jahr 2020. Die einzige Ausnahme war der Dezember, der eine negative Abweichung gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2020 aufwies, was zum Teil auf eine geringere Produktverfügbarkeit seitens der Weinkeller und zum Teil auf einen Dezember 2020 zurückzuführen ist, der im Vergleich zu 2019 bereits besonders positive Volumen aufwies.

Insgesamt wird für das Jahr 2021 ein Volumenwachstum von 28,3 % bei allen Unternehmen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2020 erwartet.

Die allein gegenüber dem Jahr 2020 verzeichneten Wachstumsraten geben natürlich nur einen Teil der Marktentwicklung wieder, wenn man die Besonderheiten des vergangenen Jahres berücksichtigt.

Für eine umfassendere Trendanalyse ist es daher  wichtig, auch die Veränderungen im Vergleich zum Jahr 2019 zu analysieren, in dem es keine exogenen Einflussfaktoren auf den Umsatz gab.

Es wird daher berichtet, dass der Umsatz im Jahr 2021 sich auch im Vergleich zum Jahr 2019 mit einer positiven Rate von 15,5 % in Wachstum befindet.

Genauer gesagt macht der Inlandsmarkt 89,7 % des Umsatzes in Bezug auf das Volumen in diesem Zeitraum aus, ein Anstieg von 28,4 % im Vergleich zu 2020 und 16,8 % im Vergleich zu 2019. Die Exporte machen die restlichen 10,3 % aus, mit einer Wachstumsrate von 27,6 % im Vergleich zu 2020 und 5,3 % im Vergleich zu 2019.

Die Verteilung der Inlandsverkäufe nach Nielsen-Gebieten zeigt, dass etwa die Hälfte des Inlandsumsatzes auf den Nordwesten entfällt (47,4 %), während sich der verbleibende Anteil auf den Nordosten, die Mitte und den Süden verteilt, wobei der Nordosten (21,7 %) gegenüber den anderen Beiden (jeweils 18,5 % bzw. 12,4 %) dominiert. Alle Regionen des Landes weisen im Vergleich zu 2020 positive Wachstumsraten auf, die von +22,5 % im Nordosten bis zu +46,7 % im Süden reichen.

Die Lombardei bleibt die führende Region (36,2% des Umsatzes in Italien), gefolgt von der Emilia Romagna (11,2%). Das Piemont belegt mit 8,8 % des Umsatzes den letzten Platz auf dem Podium. 

Bei den Exporten auf Ebene der einzelnen Länder bestätigt die Schweiz ihre führende Position mit einem Anteil von 22,2 % an den Gesamtexporten (+22,1 % gegenüber 2020 und +28,5 % gegenüber 2019). Es folgen die Vereinigten Staaten, auf die 12,4 % der Gesamtexporte entfallen (+71,7 % gegenüber 2020 und +8,4 % gegenüber 2019).

Dann gibt es noch Japan (11,9 % der Gesamtexporte), Deutschland (8,3 % der Gesamtexporte) und Belgien (5,4 % der Gesamtexporte).

Auf globaler Ebene lag der Durchschnittspreis einer gleichwertigen Flasche, wobei nicht nach Sorten unterschieden wird, Ende 2019 bei 13,39 € um  2020 auf 13,14 € zu sinken.

 Im Jahr 2021 stieg dieser Wert auf 13,47 €.

Die folgenden Tabellen fassen einige der wiedergegebenen Daten zusammen, die auf der Grundlage der Gesamtzahl der Betriebe geschätzt werden

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