Einheitliche Richtlinien für den nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Dies war die erste konkrete Handlung der Vereinigung „Terre della Franciacorta“, entstanden aus einem langen Prozess der Auseinandersetzung mit Gemeindevertretern, ASL (Gesundheitsbehörde), ARPA (regionale Umweltbehörde) koordiniert vom Konsortium Franciacorta, das mithilfe der Agronomen seines Technischen Ausschusses die besten Fachkompetenzen des Gebiets zur Verfügung stellte.
Es handelt sich um eine einzigartige Richtlinie in Bezug auf die Verwendung von Pestiziden, zur Standardisierung der Verteilungsmethoden von Pflanzenschutzmitteln im Weinbau, insbesondere dort, wo städtische Bereiche und Landwirtschaft nebeneinander bestehen.
Wieder einmal leistet Franciacorta Pionierarbeit: Obwohl bereits einige Reglementierungserfahrungen auf Gemeindeebene und darüber hinaus existierten, wird zum ersten Mal eine durchdachte Ordnung verfasst, die verschiede Verteilungsregeln in spezifischen Zusammenhängen detailliert beschreibt.
Die Winzer der Franciacorta geben sich selbst restriktivere Regeln, als von den geltenden Vorschriften vorgesehen. Diesmal geht es darum, durch Taten den gemeinsamen Willen zu bezeugen, Weinbau zu praktizieren, der mit Rücksicht auf die operativen Bedürfnisse, seine volle Aufmerksamkeit auf die Gesundheit der Umwelt richtet.
Etwas näher im Detail betrachtet schließt die Richtlinie vorsichtshalber einige Arten von gesetzlich zulässigen Pflanzenschutzmitteln aus, schreibt strengere Kontrollen der Verteilungsqualität durch eine häufigere Funktionskontrolle der Landwirtschaftsmaschinen vor und wirkt der Verwendung von weniger effizienten Verteilungsmaschinen durch stärker einschränkende Normen im Vergleich zu den fortschrittlicheren Geräten entgegen. Ferner schreibt sie Pufferstreifen bei den Weinbergen vor, die an urbane Wohnbereiche grenzen, deren Ausmaße entsprechend den Maschinentypen und der Ausrichtung der Rebenreihen bemessen werden.

In diesem Sinne hat das technische Büro des Konsortiums Franciacorta mit Unterstützung einer Gruppe von Technikern aus der Franciacorta, die dem Technischen Ausschuss angehören, seit 2011 eine Überwachungskampagne für Pestizidrückstände in Trauben, sowie in biologisch und konventionell in der Franciacorta hergestellten Weinen durchgeführt. Der Zweck der Überwachung besteht darin, die korrekte Verwendung der Wirkstoffe und Rückstände im Verhältnis zu den gesetzlichen Grenzwerten zu überprüfen, um die Gesundheit von Betreibern, Verbrauchern und der Umwelt zu schützen. 

Nachdem dem Technischen Ausschuss Tabellen von zehn Jahren anonymisierter Daten vorgelegt worden waren, wurde beschlossen, das Projekt weiter voranzutreiben, um die in Franciacorta eingesetzten Abwehrsysteme zu verfeinern und nach Möglichkeit zu verbessern.

Zu diesem Zweck wurde eine kleine Gruppe von Technikern bestimmt und mit der Durchführung dieser Aufgabe beauftragt. 

Ausgehend von der Liste der verschiedenen Pflanzenschutzmittel, die im Rahmen des Protokolls des integrierten Pflanzenschutzes von Maßnahme 10 der Region Lombardei für die verschiedenen Widrigkeiten zugelassen sind, hat die Arbeitsgruppe eine Ampelskala von Molekülen für die verschiedenen Anwendungszeitpunkte erstellt, wobei das restbeständliche- und das toxikologische Profil der Wirkstoffe berücksichtigt und ihrer Ersetzbarkeit durch Moleküle mit einem besseren toxikologischen Profil in Betracht gezogen wurde. Darüber hinaus wurden für jeden der aufgeführten Wirkstoffe  der Grad der Veralterung und das Ablaufdatum der Zulassungen bewertet. Schließlich trugen die beteiligten Techniker dazu bei, die jeweilige Wirksamkeit der Moleküle im Kontext der Franciacorta auf der Grundlage der im Laufe der Jahre gesammelten unmittelbaren Erfahrungen hervorzuheben.

Die Zusammenfassung dieser Arbeit hat zu einer Reihe von „Leitlinien“ geführt, die den aktuellen Stand der Technik im Pflanzenschutz darstellen und den Herstellern mitgeteilt und empfohlen werden sollen.

Die Tabellen und ihre Empfehlungen werden jährlich auf der Grundlage der Anpassung der Zulassungen auf Gemeinschaftsebene und der gewonnenen technischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse aktualisiert.

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