Vom 21. bis 25. April beherbergt der Slowear-Showroom eine immersive Installation, die in Zusammenarbeit mit Luce di Carrara realisiert wurde und Franciacorta durch Materie, Natur und Zeit erzählt. Eine sinnliche Reise zwischen Design, Wein und Landschaft im Herzen des Fuorisalone.
Während der Design Week verändert Mailand seinen Rhythmus. Innenhöfe werden zu temporären Galerien, Showrooms verwandeln sich in Installationen, und jeder Raum versucht, eine Vision des zeitgenössischen Wohnens – und darüber hinaus – zu erzählen. Unter Projekten, Materialien und kreativen Experimenten gibt es in diesem Jahr eines, das aus einem klar definierten Gebiet und seiner Kultur entsteht: Franciacorta.
Zum ersten Mal nimmt Franciacorta in strukturierter Form an der Woche des Salone del Mobile teil und bringt ein Projekt ins Herz der Stadt, das darauf ausgelegt ist, die gesamte Milano Design Week zu begleiten.
In der Vergangenheit war die Präsenz der bekanntesten klassischen Flaschengärungsmethode Italiens häufig an Kooperationen mit einzelnen Marken gebunden, etwa als Weinpartner bei Events und Präsentationen. Im Jahr 2026 ändert sich jedoch der Ansatz: Franciacorta entscheidet sich dafür, sich mit einem eigenen Raum zu präsentieren und einen direkten Dialog mit der Designwelt sowie mit dem internationalen Publikum aufzubauen, das jedes Jahr die lombardische Metropole belebt.
Das Projekt nimmt im Showroom der Modemarke Slowear in der Corso Sempione 4 Gestalt an, der sich für diesen Anlass in eine immersive Umgebung verwandelt, die in Zusammenarbeit mit Luce di Carrara entsteht, einem italienischen Unternehmen, das sich auf die zeitgenössische Neuinterpretation von weißem Marmor spezialisiert hat. Im Zentrum steht eine klare Idee: Wein als Ergebnis eines echten kulturellen und territorialen Projekts zu erzählen, das aus Natur, Materie und menschlicher Arbeit besteht.
Das Konzept fügt sich in das Thema der Milano Design Week 2026, „Essere Progetto“ („Ein Projekt sein“), ein, das dazu einlädt, über die Dimension des Objekts hinauszugehen und Design als dynamischen und verantwortungsvollen Prozess zu verstehen. In diesem Kontext wird Franciacorta zur Metapher für ein territoriales Projekt, das Natur, handwerkliches Wissen, Innovation und generationsübergreifende Weitergabe vereint.
„Franciacorta zur Design Week zu bringen bedeutet, unser Gebiet durch eine neue Sprache zu erzählen, die in der Lage ist, mit der Welt des Designs und der Kreativität in Dialog zu treten“, erklärt Emanuele Rabotti. „Wein entsteht aus einem Gleichgewicht zwischen Natur, Zeit und menschlicher Arbeit – Elemente, die auch tief in der Designkultur verwurzelt sind. Mit dieser Installation möchten wir den Besucherinnen und Besuchern ein Erlebnis bieten, das es ihnen ermöglicht, auch nur für wenige Minuten in die Seele der Franciacorta einzutauchen.“
Es ist kein Zufall, dass der Dialog gerade mit einem Material wie Marmor stattfindet. So wie Stein durch menschliche Arbeit gewonnen und verwandelt wird, werden auch Trauben, Boden und Klima kombiniert und interpretiert, um einen Wein zu schaffen, der die Erinnerung an seine Ursprünge in sich trägt.
Die Inszenierung übersetzt diese Vision in einen erzählerischen Parcours, der sich über verschiedene Räume erstreckt, von denen jeder einem Element gewidmet ist, das das Terroir der Franciacorta definiert: Erde, Wasser, Wind, Mensch und Zeit. Die Besucher durchqueren Räume, in denen Materialien, Klänge und Licht die natürlichen und produktiven Bedingungen evozieren, die dem Wein Form geben.
Vom Boden aus Moränenmaterial, der die geologische Struktur des Gebiets aufgreift, über die leichte Bewegung der Stoffbahnen, die den Wind zwischen den Reben andeuten, bis hin zu leuchtenden Oberflächen, die von den Tiefen des Iseosees inspiriert sind – jedes Element schafft eine sinnliche Erzählung, die bei der Materie beginnt und in ihrer raffiniertesten Verwandlung gipfelt.
Ziel ist es, ein Erlebnis zu bieten, das über die Verkostung hinausgeht. Es geht nicht nur darum, einen Wein zu probieren, sondern – wenn auch nur für einige Minuten – in die kulturelle und natürliche Landschaft einzutreten, aus der er hervorgeht.
Während der gesamten Woche wird der Raum auch ein Veranstaltungsprogramm beherbergen, das darauf ausgerichtet ist, das Publikum bei der Entdeckung der verschiedenen Ausdrucksformen der Franciacorta zu begleiten. Neben der Ausstellung, die vom 21. bis 25. April besichtigt werden kann, sind abendliche Verkostungen und vertiefende Formate sowohl für Liebhaberinnen und Liebhaber als auch für Fachpublikum vorgesehen.
Das Programm umfasst einige der repräsentativsten Typologien der Herkunftsbezeichnung: vom Dosaggio Zero über Satèn bis hin zu Jahrgangsweinen und Riserva sowie experimentellere Formate, die die Sinne anregen und den Austausch fördern sollen. Dazu gehören eine Blindverkostung unter der Leitung des sehbehinderten Sommeliers Luca Boccoli, ein Klangerlebnis, das Wein mit musikalischen Frequenzen kombiniert, sowie ein Blind Tasting, bei dem Franciacorta, Champagner und Prosecco miteinander verglichen werden.
Der Showroom wird so für eine Woche zu einer Art Wohnzimmer der Design Week: ein informeller, aber zugleich raffinierter Raum, in dem man verweilen, sich begegnen und neue Verbindungen zwischen Wein, Design und Kreativität entdecken kann.
Die Teilnahme am Salone del Mobile bedeutet nämlich, Teil einer der bedeutendsten Bühnen des Made in Italy zu sein, wo Designkultur, Materialforschung und internationale Perspektive aufeinandertreffen. In diesem Kontext versucht Franciacorta, sich nicht nur als önologische Exzellenz zu präsentieren, sondern als ein „Gebiet des Projekts“, in dem Natur, Zeit und menschliche Arbeit miteinander verflochten sind und kulturellen Wert schaffen.
Für alle, die den Fuorisalone erkunden, wird der Slowear-Showroom zu einem unerwarteten und überraschenden Zwischenstopp: ein Ort, an dem Design gesehen, gehört und berührt werden kann. Und an dem man natürlich auch anstößt.









