Franciacorta erobert Paris

17 Februar 2026

Das Debüt von Franciacorta auf der Wine Paris 2026 zwischen Identität, Strategie und internationaler Ausrichtung. Über dreißig Weingüter vor Ort und ein Event auf der Seine. Präsident Emanuele Rabotti: „Eine außergewöhnliche Energie. So stärken wir die Marke und erzählen der Welt vom Wert des italienischen Metodo Classico.“

Paris funkelt. Der Eiffelturm erstrahlt am Abend, sein Licht spiegelt sich vibrierend in der Seine. In den Gläsern zeichnet das feine und elegante Perlage von Franciacorta ein zartes, leuchtendes Muster. Es ist das Sinnbild eines mit Spannung erwarteten und bedeutungsvollen Debüts: die erste Teilnahme des Consorzio Franciacorta an der Wine Paris 2026, jener Messe, die mehr als jede andere den Anspruch erhebt, zum globalen Knotenpunkt der Weinwelt zu werden.

Für dieses „erste Mal“ wählt Franciacorta einen entschlossenen, geschlossenen und identitätsstiftenden Auftritt. In den Hallen der Paris Expo Porte de Versailles vereint das Konsortium über 30 Weingüter in einer großzügigen Gemeinschaftsfläche, die sich in einen echten Handels- und Networking-Hub verwandelt. Ein Treffpunkt für Presse, Fachbesucher, internationale Einkäufer und Institutionen – darunter Minister Francesco Lollobrigida und die italienische Botschafterin in Paris, Emanuela d’Alessandro. Ergänzt wurde der Auftritt durch acht weitere Weingüter mit eigenen Ständen, sodass insgesamt 38 Weingüter an der Messe vom 9. bis 11. Februar teilnahmen.

„Für das Konsortium war es ein Debüt auf der Wine Paris, und die Stimmung, die wir erlebt haben, war außergewöhnlich positiv. Gerade hier in Frankreich geschlossen aufzutreten, hat einen Wert, der weit über die Messe hinausgeht. Vor 35 Jahren wäre es kaum vorstellbar gewesen, Franciacorta als Protagonisten in Paris zu sehen. Heute erzählt diese Präsenz besser als jede Zahl den Weg des Wachstums und der Reifung unserer Herkunftsbezeichnung“, so Emanuele Rabotti, Präsident des Consorzio Franciacorta, der dieses historische Debüt anführte – eine Teilnahme, die Positionierung, Vision und kulturelles Selbstverständnis vereint.

Eine globale Bühne

Wine Paris bestätigt sich als internationale Plattform, und Franciacorta tritt mit klarer Strategie auf. „Wine Paris besitzt alle Voraussetzungen, um zum weltweit führenden Weinevent zu werden. Für Franciacorta, das auf internationalen Märkten und bei Konsumenten zunehmende Anerkennung genießt, bedeutet Präsenz hier, direkt mit der Welt zu dialogisieren.“

Frankreich gehört nicht zu den Hauptmärkten der lombardischen DOCG, bleibt jedoch ein strategisch und symbolisch bedeutsamer Markt mit großem Potenzial. „Paris und Frankreich sind für uns ein äußerst interessantes Umfeld. Es ist nicht unser Kernmarkt, aber Wine Paris ist eine authentisch globale Plattform.“

Zu diesem positiven Klima tragen auch die Daten des Wirtschaftsobservatoriums 2025 bei: Franciacorta schließt das Jahr stabil ab, mit einem Exportwachstum von +5,3 %, getragen von der Schweiz, Japan, den USA und den Niederlanden. „Wenn Konsumenten den Wert unseres Preis-Leistungs-Verhältnisses verstehen, ist die Reaktion unmittelbar – und führt häufig zu langfristiger Bindung.

Die Seine, Satèn und Marennes-Oléron-Austern

Während die Messe den geschäftlichen Kern der Pariser Mission bildete, entstand der ikonischste Moment auf der Seine. Zur Feier des Debüts organisierte das Konsortium ein Event an Bord eines Bateau Mouche und verwandelte den Anlass in eine erlebnisorientierte Inszenierung der Herkunftsbezeichnung Franciacorta.

Im Mittelpunkt stand eine Verkostung, die ganz dem Franciacorta Satèn gewidmet war, begleitet von typischen Gerichten der französischen Küche und Marennes-Oléron-Austern – einer g.g.A.-Spezialität der Atlantikküste und Partner von Franciacorta. „Die Kreuzfahrt hatte ein klares Ziel: unsere Präsenz zu feiern und die Wahrnehmung der Marke Franciacorta in Frankreich zu stärken. Eine Initiative, die von den Produzenten geteilt und mit Überzeugung unterstützt wurde.“

Kein reines Gesellschaftsevent, sondern eine feinsinnige Form des regionalen Marketings, aufgebaut auf dem Dialog zweier gastronomischer Kulturen und großer Geschmackstraditionen. Das zeigt auch die 2025 gestartete Partnerschaft mit Marennes-Oléron, die in den kommenden Jahren weiter ausgebaut wird. Bei den „Fêtes de l’Ostra“ begleitete Franciacorta die berühmten Austern – ein konkretes Zeichen für die wachsende Festigung der Beziehungen zum französischen Markt und für die internationale Anerkennung des lombardischen Perlages.

Identität, Eleganz und ein Auswärtssieg

Über 20 Millionen Flaschen, mehr als 120 Weingüter und eine DOCG, die seit 1995 die Spitze des italienischen Metodo Classico repräsentiert. Vor allem aber eine starke Identität. „Franciacorta verdankt einen Großteil seiner Stabilität einer klaren und unverwechselbaren Identität“, betont Rabotti, „ein Aspekt, der in den letzten Jahren auch auf internationalen Märkten immer deutlicher hervortritt.“

Von Paris aus bleibt der Blick auf die Welt gerichtet: Die USA, Deutschland, die Schweiz und Japan bestätigen sich als etablierte Märkte, während das Interesse in Nordeuropa und Osteuropa wächst. „Eine Entwicklung, die durch kontinuierliche Zusammenarbeit unserer Weingüter möglich wurde, denen ich für Engagement, Vision und Verantwortungsbewusstsein danken möchte.“

Diese Präsenz lässt sich kaum anders lesen als als ein kleiner, großer „Auswärtssieg“: das lombardische Perlage, das sich selbstbewusst in einer der symbolträchtigsten Weinmetropolen präsentiert. Nicht als Außenseiter, sondern als glaubwürdiger, gereifter und klar erkennbarer Gesprächspartner.

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